Junior Management Science, Volume 5, Issue 1, March 2020

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UX in AI: Trust in Algorithm-based Investment Decisions

Leon Szeli, University of Cambridge and Technical University Munich (Masterarbeit)
Junior Management Science 5(1), 2020, 1-18

This Thesis looks at investors’ loss tolerance with portfolios managed by a human advisor compared to an algorithm with different degrees of humanization. The main goal is to explore differences between these groups (Humanized Algorithm, Dehumanized Algorithm, Humanized Human and Dehumanized Humans) and a potential diverging effect of humanizing. The Thesis is based on prior research (Hodge et al., 2018) but incorporates new aspects such as additional variables (demographics, prior experiences) and a comparison between users and non-users of automated-investment products. The core of thi sresearch is an experiment simulating an investment portfolio over time with four different portfolio managers. Subjects were asked to decide if they want to hold or sell a declining portfolio at five points in time to measure their loss tolerance. A cox regression model shows that portfolios managed by the Humanized Human had the highest loss tolerance. Humanizing leads to higher loss tolerance for the human advisor but to lower loss tolerance for algorithmic advisors within the non-user group.

Keywords: Künstliche Intelligenz; Artificial Intelligence; Behavioral Finance; Behavioral Economics; Human-Computer-Interaction; User Experience; Investmententscheidungen; Nutzervertrauen.

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Hätte eine Pre-Mortem-Analyse den Tod von eLWIS verhindern können? – Verhaltensorientierte Ansätze für effektives Kostenmanagement in Großprojekten

Sonja Schattevoy, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Bachelorarbeit)
Junior Management Science 5(1), 2020, 19-34

Im Juni 2018 gab der Discounter Lidl bekannt, dass er das in Kooperation mit SAP durchgeführte IT-Investitionsprojekt „eLWIS“ mit sofortiger Wirkung einstellen würde. Die bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen Kosten betrugen bereits rund 500 Mio. Euro. Damit reiht sich Lidl in eine durchaus beachtliche Liste jener Unternehmen ein, die ein geplantes IT-Großprojekt nicht im vorgesehenen Kosten- und Zeitrahmen abzuwickeln vermochten. Die enorme Verbreitung dieser Problematik über eine Vielzahl von Branchen hinweg gibt Anlass zu einer intensiven Analyse der Erfolgsfaktoren für effektives Kostenmanagement in Großprojekten. Einen vielversprechenden Ansatz stellt in diesem Kontext das verhaltensorientierte Controlling dar, das vor allem Maßnahmen gegen kognitive Fehlleistungen und Könnensdefizite der handelnden Akteure in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Im Rahmen dieser Arbeit werden ausgewählte kognitive Verzerrungen dargestellt, die im Kontext von Investitionsprojekten zu dysfunktionalem Entscheidungsverhalten führen können. Darauf aufbauend sollen Lösungsmöglichkeiten dargelegt werden, mit deren Hilfe diese Verzerrungen aufgefangen und negative Konsequenzen für das Unternehmen vermieden werden können.

Keywords: Investitionsprojekte; Projektcontrolling; verhaltensorientiertes Controlling; kognitive Verzerrungen.

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Giving in Unilaterally Risky Dictator Games: A Model of Allocation Decisions Under Existential Threat

Sarah Franziska Kovatsch, WHU – Otto Beisheim School of Management (Bachelorarbeit)
Junior Management Science 5(1), 2020, 35-49

This study reports experimental results from variations of the standard dictator game that capture different variants of unilaterally risky allocation decisions where only the dictator’s payoff is subject to risk. Thereby, it addresses the question of whether decisions under existential threat, modeled as a risk to the dictator’s payoff, encourage or discourage generosity in individual decision making. It aims at bridging the gap between experimental economics and psychological research on the behavioral impact of mortality salience. Results show that giving in unilterally risky dictator games increases with the risk imposed on the dictator’s payoff. Risk aversion falls short of explaining the increase in generosity. Instead, the observed behavior is most likely motivated by a preference for efficient capital employment. Moreover, dictator games prove to be an apt model for decisions under existential threat.

Keywords: dictator games; risky decisions; mortality salience; generosity; existential threat.

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Stochastic Optimization of Bioreactor Control Policies Using a Markov Decision Process Model

Quirin Stockinger, Technische Universität München (Masterarbeit)
Junior Management Science 5(1), 2020, 50-80

Biopharmaceuticals are the fastest-growing segment of the pharmaceutical industry. Their manufacture is complicated by the uncertainty exhibited therein. Scholars have studied the planning and operation of such production systems under some uncertainties, but the simultaneous consideration of fermentation and resin yield uncertainty is lacking so-far. To study the optimal operation of biopharmaceutical production and purification systems under these uncertainties, a stochastic, dynamic approachisnecessary. This thesis provides such a model by extending an existing discret estate-space, infinite horizon Markov decision process model of upstream fermentation. Tissue Plasminogen Activator fermentation and chromatography was implemented. This example was used to discuss the optimal policy for operating different fermentation setups. The average per-cycle operating profit of a serial setup was 1,272 $; the parallel setup produced negative average rewards. Managerial insights were derived from a comparison to a basic, titer maximizing policy and process sensitivities. In conclusion, the integrated stochastic optimization of biopharma production and purification control aids decision making. However, the model assumptions pose room for further studies.

Keywords: Markov decision process; biopharmaceuticals production; fermentation uncertainty; chromatography resin; stochastic performance decay.

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Value Co-Creation: Eine Analyse von Treibern und Gestaltungsansätzen für B2B- vs. B2C-Kunden

Felix Konstantin Steinhardt, Freie Universität Berlin (Masterarbeit)
Junior Management Science 5(1), 2020, 81-117

Value Co-Creation (CC) wird eine hohe Bedeutung zugesprochen, da sie ermöglicht, Kunden aktiv in die Wertschöpfung von Unternehmen einzubeziehen und so neue Produkte und Dienstleistungen zu kreieren, die optimal auf Bedürfnisse abgestimmt sind. In dieser Arbeit werden Beweggründe bzw. Treiber für die CC-Teilnahme aus Kundensicht identifiziert. Dies geschieht anhand exemplarischer Szenarien mit quantitativen Auswertungen. Hierbei wird erstmalig auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bedeutung der Treiber von CC bei business-to-business-Kunden (Geschäftskunden) vs. business-to-consumer-Kunden (Privatkunden) im direkten Vergleich eingegangen.Was bewegt die Kunden dazu, sich an anbieterinitiierten CC-Aktivitäten zu beteiligen?Wie unterscheidet sich die Bedeutung dieser Treiber für beide Kundentypen B2B vs. B2C im Detail? Bei B2B-Kunden werden hierfür zwei Betrachtungsebenen unterschieden: die organisationale, strategische Ebene des gesamten Unternehmens („firm-level“) und die individuelle Perspektive der Mitarbeiter eines Unternehmens, welches Geschäftskunde ist („individuallevel“). Zusäzlich werden praktische Gestaltungsansätze für CC diskutiert. Die Ergebnisse tragen zum tieferen CC-Verständnis bei und geben dabei Anhaltspunkte für die Initiierung von CC-Projekten.

Keywords: Co-Creation; Customer Engagement; B2B-Treiber; B2C-Treiber; Kundenmanagement.

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Die aktuelle Änderung der umsatzsteuerrechtlichen Behandlung wirtschaftlicher Tätigkeiten von juristischen Personen des öffentlichen Rechts

Felix Frauendorf, Universität Siegen (Masterarbeit)
Junior Management Science 5(1), 2020, 118-147

Der § 2b UStG setzt für die juristischen Personen des öffentlichen Rechts die Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie in deutsches Recht um und löste die alte systemwidrige Rechtslage des §2 Abs. 3 UStGab. Die juristischen Personen des öffentlichen Rechts müssen daher bei jeder Leistung prüfen, ob sich der Umfang ihrer Umsatzbesteuerung geändert hat bzw. ändern wird unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsverzerrung. Die Arbeit untersucht daher, welche Änderung der § 2b UStG auf die umsatzsteuerliche Behandlung von wirtschaftlichen Tätigkeiten von juristischen Personen des öffentlichen Rechts hat und wie sich diese auswirken. Die Arbeit stellt die Grundzüge der Umsatzbesteuerung, die Umsatzbesteuerung nach alter und nach neuer Rechtslage da. Abschließend wird der Umstellungsprozess zur neuen Rechtslage dargestellt. Als Ergebnis kann festgestellt werden, dass die unternehmerische Betätigung von juristischen Personen des öffentlichen Rechts sich vergrößern wird, da jede einzelne Leistung untersucht werden muss. Hierdurch kann es sowohl zu Fehleinschätzung bei der Leistungszuordnung kommen,was zu einer falschen Umsatzsteuerdeklaration führt. Auf der anderen Seite kann das Volumen des Vorsteuerabzuges sich erhöhen. Es bleibt abzuwarten, ob der § 2b UStG europarechtskonform ist.

Keywords: Umsatzbesteuerung; juristische Person des öffentlichen Rechts; § 2b UstG; Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie; Umstellungskonzept.

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