Junior Management Science, Volume 4, Issue 3, September 2019, 433-459

Die Legitimation einer Innovation durch Cultural Entrepreneurship – Explorative Fallstudie eines symbiotischen Zusammenspiels zwischen einem Start-up und dessen Schlüsselkunden

Leona Schink, Leuphana Universität Lüneburg (Bachelorarbeit)

Abstract
Die „Cultural Entrepreneurship“ Literatur untersucht wie Start-ups die „Liability of newness“ durch kulturelle Überzeugungsleistungen überwinden, wobei meist Entrepreneure in der aktiven und die Bezugsgruppen (z.B. InvestorInnen) in der passiven Empfängerrolle gesehen werden. Die Fallstudie eines vom Start-up Tonio und dessen B-to-B Schlüsselkunden Turner Broadcasting System (TBS) durchgeführten und auf Tonios innovativer Technologie basierenden Pilotprojektes untersucht, wie Tonio sich bei TBS legitimiert und vor allem, wie interne Dynamiken innerhalb des Schlüsselkunden den Legitimationsprozess beeinflussen. Eine qualitative Inhaltsanalyse von Leitfadeninterviews, unternehmensinternen Dokumenten sowie frei zugänglichen Medienartikeln legt offen, dass sowohl Tonio, als auch interne Allianzpartner innerhalb von TBS in einer symbiotischen Zusammenarbeit aktiv für die Legitimation der innovativen Technologie gezielte kulturelle Überzeugungsarbeit leisten. So nutzt TBS bei der an interne Stakeholder gerichteten Überzeugungsarbeit beispielsweise Identitätsmechanismen, wie symbolische Handlungen, Narrative und Analogien, die in der vorherigen Phase ebenso von Tonio genutzt wurden, um TBS als Kunden zu gewinnen. Anschließend übernimmt Tonio Legitimationsarbeit von TBS zur Akquise neuer Kunden. Mit diesen Ergebnissen trägt diese Studie zum Verständnis von Innovationsprojekten als über Organisationsgrenzen hinweg fungierende Symbiosen bei.

Keywords: cultural entrepreneurship; legitimacy; new ventures.

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