Junior Management Science, Volume 7, Issue 4, September 2022, 932-944

Die normalisierende Macht der Digitalisierung in der Arbeitswelt – Eine Analyse nach Michel Foucaults Machttheorie

Sebestyén András Huszár, Freie Universität Berlin (Bachelorarbeit)

Digitalisierung – eine Kraft, die die ganze Welt und im Besonderen die Arbeitswelt umformt. Digitalisierung bringt neue Regeln, kreiert neue Bedingungen und schafft neue Standards. Sie hat eine starke normalisierende Wirkung. Normalisierung ist eine vorherrschende Form von Macht, wie Michel Foucault es in seiner Arbeit Überwachen und Strafen beschreibt. Foucaults Machttheorie bietet eine Perspektive, die besonders geeignet ist, die Prozesse von Digitalisierung zu verstehen. Ziel dieser Arbeit ist, die bedeutsamsten Auswirkungen der normalisierenden Macht der Digitalisierung in der Arbeitswelt zu thematisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine tiefgreifende qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt, indem Artikel von den Zeitschriften Die Zeit und Der Spiegel mit Hilfe der Methode Konzeptcodierung analysiert werden. Das Ergebnis der Arbeit ist ein umfassendes Kategoriensystem, welches das komplexe Phänomen beschreibt, inwiefern Digitalisierung die Arbeitswelt normalisiert. Digitalisierung wandelt die lokale Reichweite der Arbeitswelt ins Globale um (Globaler Charakter), flexibilisiert die Arbeitsbedingungen (Flexibilität) und leitet ein neues Niveau von Vernetzung und Überwachung ein (Transparenz und Kontrolle). Die Arbeit beschreibt die Hauptkomponenten dieser drei Kategorien im Detail. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass Digitalisierung die Arbeitswelt durch Normalisierung fundamental verändert und Arbeitnehmer neuartigen Herausforderungen und Angeboten begegnen.

Keywords: Digitalisierung; Foucault; normalisierende Macht; Arbeitnehmer.

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