Junior Management Science, Volume 4, Issue 3, September 2019, 392-421

Bewertung der Übertragbarkeit von neuronalen Studienergebnissen auf einen Accounting-Kontext

Virginia Springer, Universität Stuttgart (Bachelorarbeit)

Abstract
Erkenntnisse zu physiologischer und neuronaler Aktivität im Gehirn als grundlegende Auslöser ökonomischer Entscheidungen finden vermehrt Zuspruch in der betriebswirtschaftlichen Forschung. Ein noch junges Forschungsfeld stellt dabei das Neuroaccounting dar, welches zentrale verhaltens- und neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit Grundsätzen des Accounting und der Psychologie verknüpft. Das Ziel dieser Arbeit ist, einen umfassenden Überblick über das emergierende Feld des Neuroaccounting zugeben. Vor diesem Hintergrund wird dargestellt, inwiefern neurowissenschaftliche Erkenntnisse in einem Accounting-Kontext untersucht und übertragen werden und ob aufgrund kontextspezifischer Veränderungen Limitationen bei der Übertragung bestehen können. Hierzu werden die thematischen Zusammenhänge umfassend durch eine systematische Literaturanalyse aufbereitet. Die daraus resultierenden Ergebnisse zeigen, dass in einem Accounting-Kontext weitgehend auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse verwiesen werden, welche in einem Nicht-Accounting-Kontext gefunden wurden. Die kritische Betrachtung der Ergebnisse verdeutlicht, dass vor allem stichprobenrelevante Störvariablen sowie kontextspezifische psychologische Effekte zu Limitationen bei der Übertragung führen. Folglich ist eine Kontextabhängigkeit bei der bestehenden Übertragung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf einen Accounting-Kontext gegeben, welche je nach Studiendesign im Kontext der eigentlichen Untersuchung zu berücksichtigen ist.

Keywords: neuroaccounting; decision making; contextuality; cognitive neuroscience; human brain.

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